Interkulturelles Herbstfest

Ausgangspunkt

Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2025 wurde ein „Interkulturelles Herbstfest“ konzipiert und umgesetzt, um Begegnung, Austausch und die Sichtbarkeit kultureller Vielfalt auf kommunaler Ebene gezielt zu fördern. Die Veranstaltung knüpft an bestehende Netzwerke der Integrationsarbeit an und verfolgt den Ansatz, Menschen aus unterschiedlichen Communities nicht nur einzuladen, sondern aktiv in die Gestaltung einzubeziehen. Dadurch wird ein Raum geschaffen, in dem kulturelle Ausdrucksformen sichtbar und erfahrbar werden.

Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich an Angehörige der sogenannten Mehrheitsgesellschaft sowie an Menschen aus verschiedenen migrantischen Communities, Familien und ehren- und hauptamtlich Engagierte im Integrationsbereich, beispielsweise aus Beratungsstellen, Bildungseinrichtungen und sozialen Trägern. Ziel ist es, den Austausch über bestehende Netzwerke hinaus zu ermöglichen und Räume für ein gegenseitiges Kennenlernen und Verständnis zu schaffen.

Ziele

Zentrale Zielsetzung des Interkulturellen Herbstfestes ist die Schaffung eines niedrigschwelligen Rahmens (kostenfrei, offen zugänglich, alltagsnah) für Begegnung und Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher kultureller Hintergründe. Dadurch soll interkulturelle Sensibilität gefördert sowie gegenseitiges Verständnis gestärkt werden.

Darauf aufbauend trägt die Veranstaltung zur Förderung von Selbstwirksamkeit und Empowerment und damit gesellschaftlicher Teilhabe bei, indem Teilnehmende aktiv zur Gestaltung des Programms beitragen und ihre kulturellen Ausdrucksformen sichtbar machen können. Gleichzeitig leistet das Fest einen Beitrag dazu, Vielfalt erlebbar zu machen und Vorurteile abzubauen, indem kulturelle Beiträge authentisch präsentiert werden.

Die Veranstaltung leistet zugleich einen Beitrag zur interkulturellen Öffnung lokaler Strukturen, indem sie Begegnungsräume schafft, institutionelle Akteur*innen einbindet und Perspektivenvielfalt sichtbar macht. Fachkräfte aus Institutionen können nicht nur teilnehmen, sondern auch Impulse für ihre Praxis mitnehmen.

 

Format

Formelles Rahmenkonzept eines organisierten Festes mit einem starken informellen Charakter, geprägt durch Begegnung, Austausch und Mitgestaltung.

Inhalte/Vorgehen

Das Interkulturelle Herbstfest verbindet kulinarische, kulturelle und soziale Elemente in einem ganzheitlichen Veranstaltungskonzept. Ein zentraler Bestandteil ist ein internationales Buffet, das überwiegend durch Beiträge der Teilnehmenden gestaltet wird. Speisen aus unterschiedlichen Herkunftsländern schaffen einen niedrigschwelligen Zugang und fungieren als verbindendes Element sowie als Gesprächsanlass.

Das kulturelle Programm ist vielfältig und partizipativ angelegt. Es umfasst musikalische und künstlerische Beiträge, darunter ein ukrainischer Chor, Einzelgesang auf Ukrainisch sowie weitere Darbietungen. Ergänzt wird das Programm durch Lesungen und Gedichtvorträge in verschiedenen Sprachen, insbesondere auf Farsi und Arabisch. Diese Vielfalt ermöglicht authentische Einblicke in unterschiedliche kulturelle Perspektiven und Ausdrucksformen.

Parallel zum Bühnenprogramm wird durch eine offene Raumgestaltung gezielt Raum für informelle Gespräche und Begegnungen geschaffen. Verschiedene Sitzbereiche und Stehtische fördern den Austausch. Für Kinder wird ein eigener Bereich eingerichtet, der eine Bastelaktion (z.B. gemeinsames Gestalten von Trommeln) sowie eine Mal- und Spielecke umfasst. Dies ermöglicht eine altersgerechte Beteiligung und entlastet gleichzeitig begleitende Erwachsene.

Referent*innen/Mitwirkende

Die inhaltlichen Beiträge werden überwiegend von Teilnehmenden selbst gestaltet, darunter Mitglieder aus verschiedenen Communities, lokale Initiativen sowie Einzelpersonen. Dies stärkt die Partizipation und Identifikation mit der Veranstaltung. Die organisatorische Umsetzung, insbesondere in den Bereichen Raumplanung, Technik, Öffentlichkeitsarbeit und Ablaufkoordination, wird durch hauptamtliche Kräfte übernommen.

Zeitraum/Dauer/Gruppengröße

Die Veranstaltung dauert etwa 2-3 Stunden und umfasst in der Regel 50-80 Teilnehmende.

Räumlichkeiten und Ausstattung

Erforderlich ist ein ausreichend großer, barrierearmer Veranstaltungsraum, der gut zugänglich für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Familien mit Kinderwagen sowie ältere Personen ist. Eine flexible Raumgestaltung mit verschiedenen Tisch- und Sitzanordnungen ist essenziell, um sowohl das Buffet als auch Austauschformate zu ermöglichen.

Technisch werden Mikrofone, Lautsprecher und gegebenenfalls Lichttechnik benötigt, um das Bühnenprogramm angemessen umzusetzen. Darüber hinaus sollten geeignete Küchenbedingungen vorhanden sein, um die Ausgabe von Kaffee, Tee und Buffet zu gewährleisten.

Eine ansprechende und wertschätzende Dekoration trägt maßgeblich zur Atmosphäre bei und unterstützt das Gemeinschaftsgefühl.

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Organisatorische Umsetzung

Die Planung der Veranstaltung beginnt frühzeitig mit der Festlegung eines geeigneten Termins im Rahmen der Interkulturellen Woche sowie der Buchung eines passenden Veranstaltungsraums unter Berücksichtigung von Barrierefreiheit.

Parallel dazu erfolgt die gezielte Ansprache von Gruppen und Einzelpersonen, die bereit sind, Beiträge zum kulturellen Programm zu leisten. Die Koordination dieser Beiträge sowie die Abstimmung des Programmablaufs stellen zentrale Aufgaben in der Vorbereitungsphase dar.

Für die Verpflegung wird ein Mitbring-Buffet organisiert, das durch gezielte Absprachen strukturiert wird. Ergänzend kann Catering eingeplant werden, insbesondere zur Sicherstellung grundlegender Angebote wie Getränke. Dabei ist auf kulturelle Vielfalt sowie unterschiedliche Ernährungsbedarfe zu achten.

Die Öffentlichkeitsarbeit erfolgt mehrgleisig über Flyer, Poster und soziale Medien. Ein besonderer Fokus liegt auf der direkten Ansprache von Communities und Multiplikator*innen, um eine möglichst diverse Teilnahme zu erreichen.

Im weiteren Verlauf werden Moderation und Ablauf detailliert geplant, technische Anforderungen organisiert und im Vorfeld getestet sowie die Raumgestaltung festgelegt, einschließlich Bestuhlung, Buffetbereichen und Kinderangeboten. Dabei ist die klare Zuweisung von Zuständigkeiten im Organisationsteam wesentlich (z. B. für Programmkoordination, Technik, Catering, Öffentlichkeitsarbeit und Kinderbereich).

Am Veranstaltungstag erfolgt der Aufbau der Räumlichkeiten, einschließlich Dekoration, technischer Einrichtung und Vorbereitung des Buffets. Eine klare Aufgabenverteilung im Team stellt einen reibungslosen Ablauf sicher.

Ausgaben/Positionen

Typische Kosten entstehen für Raumnutzung (sofern nicht kostenfrei verfügbar), technische Ausstattung, Druck von Werbematerialien, gegebenenfalls Catering, Dekoration sowie mögliche Honorare für künstlerische Beiträge.

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Werbung

Die Bewerbung der Veranstaltung erfolgt über möglichst mehrsprachige Flyer und Poster, soziale Medien, E-Mail-Verteiler sowie persönliche Netzwerke. Ergänzend wird die lokale Presse eingebunden, um über Zeitungsartikel und Veranstaltungshinweise eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen. Die direkte und persönliche Ansprache von Communities bleibt dabei ein zentraler Erfolgsfaktor für eine breite und vielfältige Teilnahme.

Nachhaltigkeit

Die Veranstaltung ist darauf ausgerichtet, über den einmaligen Anlass hinaus nachhaltige Wirkungen zu entfalten. Durch die gezielte Vernetzung von Teilnehmenden aus unterschiedlichen Communities sowie von haupt- und ehrenamtlichen Akteur*innen werden bestehende Kontakte gestärkt und neue Kooperationen angestoßen. Das Fest fungiert zudem als niedrigschwelliger Zugang zu weiterführenden Angeboten im Integrationsbereich und kann die Bereitschaft zur weiteren gesellschaftlichen Teilhabe fördern. Impulse aus der Veranstaltung, insbesondere im Hinblick auf interkulturelle Sensibilisierung, können von beteiligten Institutionen in ihre Praxis übertragen werden. Auf diese Weise trägt das Format zur langfristigen Stärkung lokaler Strukturen und zur interkulturellen Öffnung bei.

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Sonstiges

Eine offene, respektvolle und wertschätzende Atmosphäre ist entscheidend für den Erfolg der Veranstaltung. Die Moderation sollte sensibel, inklusiv und verbindend gestaltet sein.

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Besonderheiten des ländlichen Raums:

Im ländlichen Raum kommt der persönlichen Ansprache eine besondere Bedeutung zu, da Netzwerke häufig enger, aber weniger sichtbar sind. Veranstaltungen wie das Interkulturelle Herbstfest schaffen wichtige Gelegenheiten für Begegnung und tragen zur nachhaltigen Stärkung lokaler Strukturen bei. Gleichzeitig sollte die Erreichbarkeit des Veranstaltungsortes berücksichtigt werden, beispielsweise im Hinblick auf eingeschränkte Mobilitätsangebote.