Einrichten eines lokalen Fördertopfs zur Sprachförderung

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Ausgangssituation

Zwar gibt es zahlreiche Förderprogramme und Projekte (von Bund und Land), in denen Sprachförderung durchgeführt werden kann, aber Expert*innengespräche, Befragungen und Gespräche mit Ratsuchenden haben ergeben, dass viele Vorgaben zu Bundes- und Landesprogrammen zu starr sind und die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten bestimmter Zielgruppen vernachlässigen. Ein Abgleich von Angebot und Nachfrage hat unterschiedliche Bedarfe und Lücken in der Angebotsstruktur ergeben. Das vorliegende Beispiel zeigt, wie ein lokaler Fördertopf zur Sprachförderung eingerichtet werden kann.

Ziele

  • Sprachkursangebote werden derart konzipiert, dass alle Interessierten teilnehmen können bzw. passende Kursangebote vorhanden sind.

  • Dazu wird ein Topf/Fonds zur Verfügung gestellt, der es ermöglicht, kleine und flexible Angebote bedarfsgerecht durchzuführen.

  • Eine Teilnahme von Personengruppen, die in den Regelkursen unterrepräsentiert sind, wie z.B. Mütter mit kleinen Kindern, wird dadurch ermöglicht.

Zielgruppe

Primäre Zielgruppe der Empfehlungen sind Verantwortliche bei Stadt/Landkreis, die die Möglichkeit haben, das Thema in die kommunalen Entscheidungsstrukturen weiterzuleiten, z.B. Sprachkoordination, Sozialausschüsse.
Sekundäre Zielgruppen sind diejenigen, die von den Angeboten der regional abgestimmten Kurse profitieren (z.B. Mütter, Personen in abgelegenen Regionen).

Inhalte/Vorgehen

  • Datensammlung zu vorhandenen Angeboten und Richtlinien
  • Abgleich mit genannten Bedarfen (durch Migrationsberatungen), Befragung von Expert*innen
  • Abfrage von förderlichen Rahmenbedingungen
  • Formulierung von Lösungsvorschlägen
  • Weiterreichen der Lösungsvorschläge an verantwortliche Stellen im Land Niedersachsen sind das z.B. KoMuT-Stellen, es können auch Integrationsräte, Integrationsbeauftragte, Ausschussmitglieder sein

Indikatoren

  • Anzahl der eingereichten Förderbedarfe
  • Belegzahlen der neu formierten Kurse
  • Nachfrage nach weiteren Kursen
  • Erreichung von Personengruppen, die bislang nicht erreicht wurden

Sonstiges

Das Einrichten eines lokalen Fördertopfs zur Sprachförderung sollte bestehende Lücken und noch nicht abgedeckte Bedarfe auffangen. So kann eine breite Unterstützung aus unterschiedlichen Bereichen erwartet werden.
    Europa foerdert
Das Projekt T:RIM wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert